Andere Bezeichnungen für Krebs sind Neoplasma, Geschwulst, Karzinom, Gewächs, Tumor oder Krebs. Geschwülste sind örtlich, irreversible und autonome Wachstumsexzesse körpereigener Zellen, die sich zum Organismus parasitär verhalten.
Das heißt, dass Geschwülste aus körpereigenen Zellen bestehen, also aus jeder Zelle wie zum Beispiel aus Zellen von Haut und Darm. Geschwülste bilden sich im Ausgangsgewebe, sie sind nicht rückführbar und eigenständig. Sie führen zu einer hemmungslosen Zellteilung, diese vermehrten Zellen verhalten sich parasitär, sie leben von anderen und nehmen sich was sie brauchen.
Wir unterscheiden zwei Arten von Geschwülsten, einmal die gutartigen (benignen) und die bösartigen (malignen). Die malignen Geschwülste metastasieren, das heißt sie vermehren sich und bilden Tochterzellen.
Hippokrates verwendete im 5. Jahrhundert vor Christi diesen Begriff erstmals zur Beschreibung einer bösartigen Krankheit die sich über den ganzen Körper ausbreitet und zum Tode führ. „Krebs“ wird als die älteste Erkrankung überhaupt und im Grunde als Begleiterscheinung des Lebens bezeichnet. Hippokrates führte die Ursache dieser Krankheit auf eine Störung im Haushalt der Körpersäfte zurück. Den Grundstein zur modernen lehre von Krebserkrankungen legte der Pathologe R. Virchow ende des 19. Jahrhunderts.
2006 starben weltweit 6,2 Millionen Menschen an Krebs, darunter:
Männer:
Mund und Rachenraum: 180 000
Lunge: 790 000
Speiseröhre: 240 000
Magen: 485 000
Leber: 365 000
Darm: 270 000
Prostata: 235 000
Frauen:
Mund und Rachenraum: 192 000
Lunge: 260 000
Brust: 385 000
Magen: 280 000
Leber: 140 000
Darm: 255 000
Gebärmutterhals: 195 000
Eierstöcke: 363 000