Es gibt drei Prinzipien der Tumorbehandlung die Radikal chirurgische Tumorentfernung, die Bestrahlung und die Chemotherapie mit Zytostatika.
Die chirurgische Tumorentfernung ist die älteste, wichtigste und häufigste Behandlungsart. Hier wird der Tumor herausoperiert, nicht bei jedem Tumor ist das möglich. Inoperabel ist er dann, wenn er ohne scharfe Begrenzungen im Gewebe ist.
Die Strahlentherapie ist ein wichtiger Aspekt in der Tumorbehandlung. Für die therapeutische Anwendung stehen zwei ionisierende Strahlarten zur Verfügung. Die elektromagnetische Photonenstrahlung das ist zum Beispiel die Röntgen- oder Gammastrahlung und die Korpuskularstrahlung auch Teilchenstrahlung genannt das sind zum Beispiel die Neutronenstrahelen und Protonenstrahlen. Strahlen greifen alle Zellen an, durch Reperaturenzyme können strahleninduzierte Veränderungen zum Teil wieder ausgeglichen werden. Bösartige Zellen sind empfindlicher als gesunde Zellen Strahlung gegenüber deshalb ist eine punktgenaue Strahlendosierung möglich. Nebenwirkungen der Strahlentherapie sind Übelkeit, Erbrechen, Mattigkeit und eventuell Hautreaktionen wie Entzündungen.
Unter Chemotherapie verstehen wir die Behandlung mit Zytostatika (giech. Zytos= Zelle und Statis= Stillstand). Zytostatika sind körperfremde Substanzen, die die Teilung und damit die Vermehrung von Tumorzellen verhindern. Der Begriff Chemotherapie wurde bereits 1908 eingeführt, ursprünglich für die Behandlung von Infektionskrankheiten mit chemischen Substanzen. Heute wird es vor allem für die Behandlung von Tumorkrankheiten gebraucht.
Zytostatika hemmen das Tumorwachstum in erster Linie durch Unterbindung und Störung der Zellteilung. Diese Wirkungen sind im Allgemeinen unspezifisch, das heißt gegen alle sich teilenden Zellen gerichtet. Es erstaunt deshalb nicht, dass unerwünschte Wirkungen der Zytostatika sich vor allem an gesunden Geweben mit hoher Zellerneuerungsrate manifestieren. Dazu gehören die Haarfollikel, deshalb der Haarausfall nach einer Chemotherapie. Der Haarwuchs beginnt jedoch zirka 14 Tage nach der Chemotherapie wieder. Weiterhin manifestieren sie sich an dem blutbildenden Knochenmark daher die Abwehrschwäche. An den Schleimhäuten daher können Entzündungen dessen auftreten. Und an den Keimzellen der Hoden du Eierstöcke das heißt das Männer währen der Chemotherapie nicht zeugungsfähig und Frauen nicht empfänglich sind. Nebenwirkungen an diesen Geweben treten früh auf. Sie sind reversibel das heißt die Erscheinungen bilden sich nach Absetzen der Chemotherapie vollständig zurück. Es können jedoch auch noch andere Nebenwirkungen auftreten, wie Übelkeit, Erbrechen, Wirkungen auf Haut, Herzmuskel, Lungen das Nervensystem.
Einige bösartige Tumore sind heute auch in fortgeschrittenen Stadien mit Chemotherapie heilbar.
Nach einer Operation und zusätzlicher Chemotherapie können die Heilungsaussichten gewisser bösartiger Tumore verbessert werden. Bei fortschreitenden unheilbaren Tumoren kann eine Chemotherapie zur vorübergehenden Rückbildung führen.
Viele Nebenwirkungen der Chemotherapie sind durchaus kontrollierbar.