Ziele der Tumorbehandlung

Das primäre Ziel der Tumorbehandlung ist die Heilung der Krankheit. In der Krebsheilkunde kommt es leider oft vor, dass dies nicht möglich ist. Gelegentlich besteht diese Situation schon zum Zeitpunkt der Diagnosestellung, häufiger tritt sie aber erst im Verlauf der Krankheit ein. Eine Besserung der Krankheit ist durch den Einsatz der verschiedenen Therapiemodalitäten zwar möglich, der Therapieerfolg ist aber zeitlich begrenzt.

Die Überlebenszeit wird durch diese Behandlung nicht oder nur unwesentlich verlängert. Ziel dieser Behandlung ist damit vorrangig die Linderung der Beschwerden. Entsprechend dem Therapieziel wurden viele Behandlungsverfahren entwickelt. Wir möchten an dieser Stelle auf einige Behandlungsverfahren eingehen.

Neoadjuvante Behandlung
Neoas heißt Neu. Unter neoadjuvanter Behandlung verstehen wir eine Systemtherapie, die vor der lokalen, meist Chirurgischen Behandlung eines bösartigen Tumors durchgeführt wird. Ihr Ziel ist es den Primärtumor zu verkleinern und gleichzeitig die Metastasen zu vernichten. Systemtherapie könnten Strahlentherapie und Chemotherapie sein, um den Tumor vor der Operation schon zu verkleinern.

Symptomatische Behandlung
Unter symptomatischer Behandlung versteht man eine Therapie, die einzig auf die Linderung von Symptomen ausgerichtet ist. Hier kann man als Beispiel Schmerztherapie oder Entspannungstherapie nennen.

Kurative Behandlung
Curatio (lat.) bedeutet Heilung. Das Ziel der kurativen Behandlung ist die Heilung des Tumors.

Palliative Behandlung
Pallium (lat.) bedeutet Mantel. Unter palliativer Behandlung versteht man die Linderung der tumorbedingten Beschwerden durch Verringerung der Tumormasse, beispielsweise Strahlentherapie.

Adjuvante Behandlung
Iuvare (lat.) heißt helfen, adiuvare bedeutet: zusätzlich helfen
Eine adjuvante Behandlung ist theoretisch mit allen drei oben genannten Therapiearten denkbar. In der Regel versteht man darunter aber eine zusätzliche systemische oder Strahlentherapie nach erfolgter Operation. In einer Situation als, in der der Patient keinen nachweisbaren Krebs mehr hat.

 

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