Archiv für August 2010
Die Patienten haben keinen Appetit, verlieren an Muskelmasse und Gewicht. Ein Phänomen, mit dem sich Ärzte auf Palliativ-Stationen (Palliativmedizin meint die (lindernde) Behandlung unheilbar Schwerstkranker) tagtäglich herum schlagen. Eine Auszehrung und ein allgemeiner Verfall, der die Sterblichkeit der Krebspatienten beschleunigt und bei rund 20 Prozent der Patienten sogar die direkte Todesursache darstellt. Das heißt: Die Patienten versterben, obwohl der Tumor an sich – wenngleich inoperabel -, noch gar nicht unmittelbar zum Tode geführt hätte. Eine Erkenntnis, die Forscher und Mediziner beflügelt. Ein Teufelskreis, der unbedingt durchbrochen werden muss … Diesen Beitrag weiterlesen »
Krebs, ein Wort, das schaudern lässt. Eine Krankheit, die Ängste schürt. Keiner, der mit dieser Diagnose konfrontiert wird, der nicht für`s erste wie gelähmt ist. Eine Krankheit und eine Diagnose, die vielen Schweißperlen auf die Stirn treibt. Den Angehörigen ebenso wie den Ärzten, die um das Leben der ihnen anvertrauten Patienten kämpfen. Natürlich mit den modernsten Methoden, die heute – Gott sei Dank -, auch oft erfolgreich sind. Zu einem hohen Preis, versteht sich. Nun mag es pietätlos erscheinen, wenn – angesichts einer derart schweren, oft gar lebensbedrohenden Krankheit -, die Sprache auf die Kosten kommt. Doch Krebs ist auch ein wirtschaftliches Problem. Und das gar nicht einmal allein wegen der Therapiekosten. Das jedenfalls glaubt die “American Cancer Society”, die auch jene “Verluste” berechnet, die aufgrund von Behinderungen und “verlorener” Lebenszeit auf das Konto der tückischen Krankheit gehen. Ihr Fazit: Keine andere Krankheit hat so hohe wirtschaftliche Auswirkungen wie Krebs! Diesen Beitrag weiterlesen »
Manche mögen`s heiß! Oder scharf, während wieder andere ihr Essen in Rekordzeit verputzt haben. Dass dieses „Schlingen“ allenfalls gierig wirkt, jedoch nicht wirklich krank macht, belegt nun eine australische Studie und dürfte damit all` diejenigen beruhigen, denen man lange Zeit systematisch Angst machte. Denn zeitweise wurde ein enger Zusammenhang zwischen Speiseröhrenkrebs, einer an sich seltenen Tumorform (die vor allem Männer über 55 Jahren betrifft) und den Essgewohnheiten propagiert.
So galten schnelles Essen, aber auch eine Vorliebe für heiße Getränke (infolge der häufigen Verbrennungen im Mund- und Rachenraum) sowie scharf gewürzte Speisen als Risikofaktoren. Zeitweise galt gar ein zu spätes Essen am Abend als gefährlich. Ein Vorurteil, mit dem die Experten – auch wenn nach wie vor Fragen offen sind -, nun gründlich aufräumen.
Die Fachzeitschrift „Cancer Causes and Control“ jedenfalls sieht keinen Zusammenhang zwischen Essgewohnheiten und Erkrankungen. Ganz im Gegenteil: Bei schnellen Essern ergab sich nach Auswertung der aktuellen Erhebung sogar ein verringertes Risiko für Plattenepithelkarzinome der Speiseröhre!
Probanden der Untersuchung waren mehr als 800 Patienten mit Entartungen der Speiseröhre oder Geschwulsten am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen. Dazu kamen rund 1.500 nicht an Krebs erkrankte Kontrollpersonen. Sie alle wurden penibel zu ihren Ess- und Lebensgewohnheiten befragt. Mit oben genanntem Ergebnis. “Freispruch” also für heiße Getränke sowie gegrillte oder scharfe Speisen. Schlemmen auch am Abend, wann immer uns ein kleiner Hunger überfällt. Dies mag dick, jedoch nicht krank machen.
Wobei auch Fragen offen bleiben. Vor allem die, weshalb schnelles Essen offensichtlich sogar ein verringertes Risiko für Speiseröhrenkrebs mit sich bringt? Ein Ergebnis, das in dieser Form auch die Initiatoren der Studie überrascht hat!