Wo Zellen wachsen und sich teilen, da könn(t)en sie auch entarten. Und so gibt es kaum eine Stelle im menschlichen Organismus, die von Tumorerkrankungen verschont bleibt. Das “Krebsarten A-Z” der Deutsche Krebsgesellschaft in Berlin kann uns da schon mal wie eine Schreckensliste vorkommen:
Da finden sich Augentumore, aber auch Vaginal- und Vulvakrebs, wobei Tumore im Rachen bei den Kopf-Hals-Tumoren eingruppiert sind. Hier werden verschiedene Krebsarten zusammen gefasst, die im Kopf- und Halsbereich des Menschen auftreten. Dazu zählen bösartige Tumore der Mundhöhle einschließlich der Lippen und der Zunge, Tumore des Kehlkopfs und der Nase, aber auch der Schilddrüse. Oft zählen diese, so die Experten, zu den so genannte Plattenepithelkarzinomen, also Tumoren, die von Oberflächenzellen ausgehen: “Seltener in dieser Gruppe sind Adenokarzinome, Tumore aus drüsenartigem Gewebe sowie Sarkome, also Weichteiltumore!”
In Deutschland geht die Krebsgesellschaft von etwa 50 Fällen auf 100.000 Einwohner aus, wobei laut Robert Koch-Institut der Kehlkopfkrebs der unangefochtene „Spitzenreiter“ ist.
Ein Thema, zu dem bild.de unlängst einen aufsehenerregenden Fall aus Großbritannien thematisiert hat – das Drama um Claire Osborn, eine Frau in den 30 ern, die beim Husten plötzlich mehr als nur Schleim (nämlich festes Gewebe) in der Hand hielt. Womit sie, so die Bild-Texter, wortwörtlich den Tod ausspuckte.
Denn Claire hatte, wie sich im Krankenhaus herausstellte, Rachenkrebs. Das abgehustete Gewebe war Tumor in Reinkultur. Wobei die Ärzte weniger über die Hustenattacke und das ausgeworfene Teil(chen) an sich erstaunt waren. Denn ausgehustetes Gewebe ist, bei Tumoren im Hals- und Rachenbereich, gar nicht so selten. Was Aufsehen erregte (und Mut macht) war die glückliche Wende in dem dramatischen Geschehen: Denn Computertomographie und weitere Untersuchungen blieben, bis auf wenige Krebszellen an der Zunge, negativ.
Zumindest für den Moment scheint es also so, als ob der Tumor weitgehend am Stück vom Hustenreiz ausgwürgt wurde!

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