Es ist eine Liste, die von A wie Analkrebs oder gar Augentumor bis Z wie Zungenkrebs reicht. Ein Register des Schreckens, das mit Leid, Angst und zahllosen Todesfällen verknüpft scheint: „Denn Krebs, das ist doch ein Diagnose, die heute immer häufiger gestellt wird!?“ Das jedenfalls argwöhnen wir als Laien, wenn wir – mal wieder -, im Bekannten- oder gar Verwandtenkreis mit einer solchen Hiobsbotschaft konfrontiert werden. Wobei dieser Eindruck auch von Statistiken und Fachleuten gestützt wird. Das jedoch hängt weniger damit zusammen, dass das Risiko generell gestiegen wäre, sondern ist vielmehr just durch unseren Lebensstandard und den medizinischen Fortschritt bedingt!
Wie kann das sein? Nun, dadurch, dass wir Menschen immer älter werden, erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, an einem bösartigen Tumor zu erkranken, erklären die Experten. Früher, als man sich gar an einem entzündeten Blinddarm zu Tode krümmte und unzählige Menschen an Unterernährung oder Infektionen den Tod fanden, kamen viele erst gar nicht in das typische Alter, in dem Krebserkrankungen auftreten. Heute dagegen sind wir der Krankheit immer früher und mit immer ausgefeilteren Methoden auf der Spur. Womit dann auch die Häufigkeit der Diagnosen zunimmt. Das betrifft nach Auskunft des Deutschen Krebsforschungszentrums auch und gerade die geschlechtsspezifischen Tumorerkrankungen. Denn sowohl beim Brustkrebs als auch bei Tumoren der Prostata hat, dank Mammografie-Screening und verbesserter Vorsorgeuntersuchungen, die Zahl der frühzeitig erkannten Fälle zugenommen.
Früher dagegen wurde die Krankheit oftmals erst erkannt, wenn sie bereits in den ganzen Körper gestreut hatte. Wobei sich auch die Wahrscheinlichkeit, an dieser oder jener Krebsart zu erkranken, in den letzten Jahrzehnten verschoben hat: „Seltener Magenkrebs, öfter Brustkrebs“ titelte heute Focus online. Denn der ist, aufgrund unserer besseren Ernährung (und wir ernähren uns, trotz gelegentlicher Lebensmittelskandale, gesünder als unsere Vorfahren!), rückläufig. Andere Formen, wie Krebserkrankungen der Lunge, der Bronchien und des Kehlkopfs, nehmen dagegen laut Statistischem Bundesamt zu.
Und hier ist gerade das Risiko von Frauen in den letzten Jahren stark angestiegen, während Lungenkrebs bei Männern, die weniger als früher rauchen, rückläufig scheint!

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