Artikel-Schlagworte: „Bestrahlung“

Die Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Uniklinikum Dresden hat mit der Inbetriebnahme einer modernen bildgestützten Brachytherapieanlage ihr Therapiespektrum deutlich erweitert: Der Begriff, der auf uns Laien ein wenig “zungen-verdrehend” wirkt, leitet sich von griechischen Wort brachys ab, was übersetzt so viel wie “kurz” oder auch “nah” bedeutet; bei der Brachytherapie werden also kleine Strahlenquellen direkt an den Tumor gebracht. Diesen Beitrag weiterlesen »

Bei der Bestrahlung irregulär geformter Tumore gibt es bisher immer wieder Komplikationen: Zu viel gesundes Gewebe wird entfernt bzw. das kranke Gewebe nicht genau eingegrenzt. So entwickelten die Strahlentherapeuten ein neues Verfahren. Es nennt sich intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) und bringt die Fachleute ihrem Ziel näher, das umliegende Normalgewebe bei einer Bestrahlung zu schonen. Das Verfahren ermöglicht es, das Bestrahlungsfeld genauer einzugrenzen und die Strahlenintensität in diesem Bereich zu verändern. Jedoch ist die Bestrahlungszeit von 15 Minuten bei dieser Therapie von großem Nachteil. Viele Patienten schaffen es nicht so lange bewegungslos auszuharren und riskieren somit hohen Präzisionsverlust. Deshalb wurde in Ulm jetzt ein Verfahren entwickelt, dass nicht so lang braucht. Es nennt sich RapidArc-Technologie. Hierbei wird die IMRT kombiniert mit einem rotierenden Strahlerkopf eingesetzt. Mit einer festen Geschwindigkeit dreht sich der Strahlerkopf um den Patienten und verkürzt die Bestrahlungszeit auf zwei bis vier Minuten.

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