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Bei der Bestrahlung irregulär geformter Tumore gibt es bisher immer wieder Komplikationen: Zu viel gesundes Gewebe wird entfernt bzw. das kranke Gewebe nicht genau eingegrenzt. So entwickelten die Strahlentherapeuten ein neues Verfahren. Es nennt sich intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) und bringt die Fachleute ihrem Ziel näher, das umliegende Normalgewebe bei einer Bestrahlung zu schonen. Das Verfahren ermöglicht es, das Bestrahlungsfeld genauer einzugrenzen und die Strahlenintensität in diesem Bereich zu verändern. Jedoch ist die Bestrahlungszeit von 15 Minuten bei dieser Therapie von großem Nachteil. Viele Patienten schaffen es nicht so lange bewegungslos auszuharren und riskieren somit hohen Präzisionsverlust. Deshalb wurde in Ulm jetzt ein Verfahren entwickelt, dass nicht so lang braucht. Es nennt sich RapidArc-Technologie. Hierbei wird die IMRT kombiniert mit einem rotierenden Strahlerkopf eingesetzt. Mit einer festen Geschwindigkeit dreht sich der Strahlerkopf um den Patienten und verkürzt die Bestrahlungszeit auf zwei bis vier Minuten.
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Bei einer Strahlentherapie wird gezielt die DNA von Krebszellen geschädigt. Damit das entartete Gewebe abstirbt werden energiereiche Schüsse auf den Tumor abgefeuert. Die Partikel sind Protonen (Wasserstoffkerne), Ionen (positiv geladene Atomkerne), Elektronen oder Röntgenphotonen. Der Teilchenbeschleuniger lädt sie dann mit extrem hoher Energie auf. Doch die Elementarteilchen unterscheiden sich in Reichweite und Wirkungsweise. Während bei Elektronen kurz unter der Hautoberfläche Schluss ist, können schwere Protonen auch in tiefer liegende Krebsgeschwüre (Karzinome) eindringen.
Die Therapie wird für jeden einzelnen Patienten individuell angepasst. Lage und Ausdehnung des Tumors werden vom mithilfe eines Comutertomografen bestimmt. Die folgenden Daten dienen dann als Grundlage für die Richtung und den Grad der Stärke mit dem die erkrankte Region dann bestrahlt werden muss. Diesen Beitrag weiterlesen »
Eine Neoplasie beschreibt ferner neu gebildetes Körpergewebe, etwa nach einem Defekt wie beispielsweise einer Narbe. Genauer betrachtet bedeutet sie die Zellneubildung bei bösartigen Tumoren, welche unkontrollierbar und überschießend abläuft. Eine sogenannte halb bösartige (semimagile) Neoplasie befällt zwar des umliegende Gewebe, bildet jedoch keine Metastasen. Bei einer multiplen endokrinen Neoplasie (MEN) handelt es sich um Erbkrankheiten, bei denen mehrere Tumore in unterschiedlichen hormonbildenden Organen auftreten. Sie sind familiär bedingt und treten hauptsächlich im Erwachsenenalter auf. Diesen Beitrag weiterlesen »
Hyperplasie bedeutet „übermäßige Zellteilung“. Das Gewebe oder das Organ vergrößern sich durch eine vermehrte Teilung der Zellen und steigert somit die Anzahl der Zellen. Bei einer Hypertrophie hingegen, nimmt das gesamte Organ durch die Vergrößerung der einzelnen Zellen zu. Die Neoplasie ist der Hyperplasie am ähnlichsten. Zu ihr zählen neben bösartigen Tumoren auch gutartige Zellneubildungen, die keine Metastasen streuen.
Die Ursachen für eine Hyperplasie finden sich in den Bereichen der Patologie und der Physiologie. Bindegewebe, aber auch Funktionsgewebe können betroffen sein. Typische Beispiele sind die Vergrößerung der Prostata und die Bildung von Warzen.
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