Artikel-Schlagworte: „Speiseröhrenkrebs“

Manche mögen`s heiß! Oder scharf, während wieder andere ihr Essen in Rekordzeit verputzt haben. Dass dieses „Schlingen“ allenfalls gierig wirkt, jedoch nicht wirklich krank macht, belegt nun eine australische Studie und dürfte damit all` diejenigen beruhigen, denen man lange Zeit systematisch Angst machte. Denn zeitweise wurde ein enger Zusammenhang zwischen Speiseröhrenkrebs, einer an sich seltenen Tumorform (die vor allem Männer über 55 Jahren betrifft) und den Essgewohnheiten propagiert.

So galten schnelles Essen, aber auch eine Vorliebe für heiße Getränke (infolge der häufigen Verbrennungen im Mund- und Rachenraum) sowie scharf gewürzte Speisen als Risikofaktoren. Zeitweise galt gar ein zu spätes Essen am Abend als gefährlich. Ein Vorurteil, mit dem die Experten – auch wenn nach wie vor Fragen offen sind -, nun gründlich aufräumen.

Die Fachzeitschrift „Cancer Causes and Control“ jedenfalls sieht keinen Zusammenhang zwischen Essgewohnheiten und Erkrankungen. Ganz im Gegenteil: Bei schnellen Essern ergab sich nach Auswertung der aktuellen Erhebung sogar ein verringertes Risiko für Plattenepithelkarzinome der Speiseröhre!

Probanden der Untersuchung waren mehr als 800 Patienten mit Entartungen der Speiseröhre oder Geschwulsten am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen. Dazu kamen rund 1.500 nicht an Krebs erkrankte Kontrollpersonen. Sie alle wurden penibel zu ihren Ess- und Lebensgewohnheiten befragt. Mit oben genanntem Ergebnis. “Freispruch” also für heiße Getränke sowie gegrillte oder scharfe Speisen. Schlemmen auch am Abend, wann immer uns ein kleiner Hunger überfällt. Dies mag dick, jedoch nicht krank machen.
Wobei auch Fragen offen bleiben. Vor allem die, weshalb schnelles Essen offensichtlich sogar ein verringertes Risiko für Speiseröhrenkrebs mit sich bringt? Ein Ergebnis, das in dieser Form auch die Initiatoren der Studie überrascht hat!

Menschen die regelmäßig und viel Alkohol trinken, laufen aufgrund ihrer Alkoholsucht nicht nur Gefahr an einer Leberzirrhose zu erkranken, sondern auch die Gefahr Speisenröhren – und Halskrebs zu bekommen. Auch wenn Menschen aufhören zu trinken, kann es noch bis zu 20 Jahre dauern bis das Krebsrisiko gebannt ist und der Körper sich wieder regeneriert hat.

Da die meisten Alkoholiker sich erst sehr spät zu einer Therapie entscheiden, ist die Gefahr an Krebs zu erkranken immer gleichbleibend hoch. Besonders gefährlich ist es bei jungen Menschen die Alkoholabhängig werden. Diesen Beitrag weiterlesen »