Lungenkrebs ist nicht gleich Lungenkrebs. Es gibt viele unterschiedliche Tumorformen, die unter diesen Namen vereinheitlicht werden. Der Krebs ist eine bösartige Gewebewucherung in der Lunge, welche hauptsächlich die Bronchien und die Schleimhäute befällt. Es gibt unterschiedliche Formen der Therapie und der Prognose.
Das Adenokarzinom gehört in die Gruppe der nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinome. Es hat hier jedoch eine gewisse Sonderstellung, da es hauptsächlich bei nichtrauchenden Frauen mittleren Alters auftritt. Vom Zelltyp her gesehen ist sonst jeder zehnte Lungenkrebs ein Adenokarzinom. Nicht-kleinzellige Bronchialkarzinome machen etwa die Hälfte der Lungenkrebserkrankungen aus. Bei dieser Form wachsen die Tumorzellen nicht so schnell und lassen sich in der Regel gut operieren, da vorwiegend zentral in der Lunge lokalisiert und zudem stärker abgegrenzt sind als die kleinzelligen Bronchialkarzinome. Allerdings sprechen die Krebszellen nicht so gut auf eine Chemo-, bzw. Bestrahlungstherapie an, da sie langsamer wachsen.
Als Besonderheit sind bei den kleinzelligen Bronchialkarzinomen die Ausbildungen eines paraneoplastischen Syndroms zu vermerken. Die Tumorzellen produzieren hormonartige Substanzen, welche zu endokrinologischen Symptomen führen können. So haben viele Patienten bei der Erstdiagnose bereits eine Metastasenbildung.
2006 starben weltweit 6,2 Millionen Menschen an Krebs, darunter:
Männer:
Mund und Rachenraum: 180 000
Lunge: 790 000
Speiseröhre: 240 000
Magen: 485 000
Leber: 365 000
Darm: 270 000
Prostata: 235 000
Frauen:
Mund und Rachenraum: 192 000
Lunge: 260 000
Brust: 385 000
Magen: 280 000
Leber: 140 000
Darm: 255 000
Gebärmutterhals: 195 000
Eierstöcke: 363 000